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Lewis Hine: Newsie selling at the Hudson Station, Jersey City 1909, Library of Congress

Entdecken und erkunden Sie das historische Gedächtnis und Kulturerbe der Welt

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HistorischeMedien erschliesst digitalisierte, analog erstellte Medien aller Typen mit den Schwerpunkten Nachrichten, Fotografie und Plakat. Die Plattform verlinkt zu Sammlungen und Pressetiteln von Archiven, Medienunternehmen und Agenturen.

  • Zeitungen und Zeitschriften, Fotografien, Plakate, Film (TV, Video) und Radio.
  • Sammlungen und Medientitel von Archiven, Bibliotheken, Museen und anderen Gedächtnisinstitutionen sowie von Medienunternehmen und Agenturen.
  • Hilfe zur Suche und Nutzung der Angebote.
  • Informationen zu verfügbaren Sammlungen und Pressetiteln, zu anbietenden Institutionen und Medienunernehmen.

Der Blog von HistorischeMedien bietet Artikel zu Plattformen und Sammlungen, zur Mediengeschichte und zu einem breiten Spektrum historischer Themen.

Pressetitel seit dem Aufkommen der ersten Zeitungen um 1605 in Europa. Tages- und Wochenzeitungen, Illustrierte Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts, ausgewählte politische und kulturelle Magazine mit gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Inhalten.

PLAKAT

Plakate seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart: Künstlerische und politische Plakate, Werbeplakate zu sämtlichen Branchen, vom Tourismus über Nahrungsmittel, Schönheitsprodukte und Mode über Verkehrsmittel bis zum Thetaer und Film.

FOTOGRAFIE

Fotografie in ihrer technischen und motivischen Vielfalt seit dem Aufkommen des Mediums um 1839: Landschaftsfotografie, Reportagefotografie, Kunstfotografie, Architektur-, Mode- und Sachfotografie, Porträt- und Aktfotografie sowie Amateurfotografie.

FILM/FERNSEHEN

Nachrichtenformate und dokumentarische Filme: Frühste Aktualitäten ab 1895, Wochenschauen seit 1908, Fernsehnachrichten, Nachrichtenmagazine, dokumentarische Filme, Videodokumente, Privat-/Homevideos.

RADIO/AUDIO

Nachrichten und Informationssendungen des Rundfunks seit dessen Anfängen in den 1920er Jahren in den USA: News, Politische Magazine, dokumentarische Berichte, Sendungen zu historischen und kulturellen Themen.

BLOGARTIKEL

Artikel zu den Bereichen Mediengeschichte, Geschichte und Sammlungen oder Plattformen. Jeweils verlinkt zu den benutzten Quellen. Zum Teil mit umfassenden kommentierten Linklisten-Dossiers ausgestattet.

DIE JÜNGSTEN BLOGARTIKEL
  • Medienrevolution und Propaganda im Ersten Weltkrieg
    18/11/2018 Medienrevolution und Propaganda im Ersten Weltkrieg
    Wochenschauen, die älteste Form von Nachrichten in bewegten Bildern, etablieren sich während des Ersten Weltkrieges als einflussreiches Informations- und Propagandamedium. Anhand der Beispiele Frankreichs, Grossbritanniens, des Deutschen Kaiserreiches und der USA beleuchtet der Artikel die Entwicklung des Nachrichtenformats während der Kriegsjahre sowie das durch dieses vermittelte Bild vom Grossen Krieg. Eine Linkliste verweist auf online verfügbare Wochenschauen zum Thema.
    Lesen Sie mehr
DIE WELT VON DAMALS IN DER WOCHENSCHAU
  • Wochenschauen waren das erste Nachrichtenformat in bewegten Bildern. Sie wurden ab 1908 in Frankreich, bald weltweit als Beiprogramm in Kinos gezeigt. Trotz Konkurrenz durch das Fernsehen nach dem Zweiten Weltkrieg hielt sich die Wochenschau in vielen Ländern bis in die 70er und 80er Jahre.
  • HistorscheMedien blickt zurück auf bedeutende und interessante Ereignisse, die Wochenschauen in aller Welt zeigten. Knappe Erläuterungen situieren die Aufnahmen im historischen Kontext.
  • Die verlinkten Berichte stammen aus online zugänglichen Sammlungen von öffentlichen Archiven, von Medienunternehmen und anderen kommerziellen Anbietern.
  • Hier finden Sie sämtliche WOCHENSCHAU-RÜCKBLICKE

Marian Andersons legendäres Konzert am Lincoln Memorial

Ostersonntag, 9. April 1939. 75’000 Besucher kommen zum Rezital von Marian Anderson am Lincoln Memorial. Durch den denkwürdigen Auftritt wird die Altistin zum Symbol für die Forderung nach gleichen Rechten für alle US-Bürgerinnen und Bürger.

  • Marian Anderson’s Easter Sunday Lincoln Memorial Concert
  • April 9, 1939
  • UCLA Film & Television Archive
  • Copyright UCLA

Den Anstoss zum Konzert geben ungewollt die Töchter der Amerikanischen Revolution. Ihre Weigerung, die Sängerin in der Constitution Hall auftreten zu lassen, entfacht landesweit eine Kontroverse. Als Antwort auf die diskriminierende Politik verlässt Eleanor Roosevelt, Amerikas First Lady, die DAR. Ein Komitee initiiert den Auftritt am Lincoln Memorial. Prominente Persönlichkeiten, namentlich Innenminister Harold Ickes, unterstützen das Vorhaben, Präsident Roosevelt gibt seine Zustimmung.
Nie zuvor fand hier ein Anlass dieser Grösse statt. Millionen Menschen verfolgen das Ereignis am Radio. Marian Anderson beginnt ihr Rezital mit «My Country, ‘This of Thee» („Mein Land, von Dir ist’s“). In ihrer Interpretation wird die patriotische Hymne zum Apell, dass gleiche Rechte und Demokratie unabhängig von der Hautfarbe für alle zu gelten haben.

Marian Andersen (1897-1993) wächst in einfachen Verhältnissen in Philadelphia auf. Ihr Talent als Sängerin stellt sie bereits als Mädchen im Chor der Union Baptist Church unter Beweis. Nach ersten Erfolgen vertieft sie ihre musikalische Ausbildung in Europa. In den 30er Jahren begeistert sie hier mit ihrer Stimme in führenden Konzerthäusern. In der Folge schafft sie auch in den USA den Durchbruch. Ihr Repertoire umfasst ebenso Arien und Schubertlieder wie Spirituals. Höhepunkt ihrer Karriere ist 1955 ihr Auftritt an der Metropolitan Opera. In dieser Zeit wird Anderson zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung. © ff / Dezember 2018.

Der weisse Tod – Jahrhundertkatastrophe in den Alpen.

Im Winter 1950/51 bringen die schlimmsten Lawinenniedergänge des 20. Jahrhunderts unermesslich viel Leid und Zerstörung über die Alpen. Mehr als 270 Menschen kommen in den Schneemassen und Trümmern um, die auf Dörfer und Verkehrswege niederstürzen.

Wochenschauen ansehen:  Video1 Video2
  • Schweizer Filmwochenschau:
  • Die Lawinennot. Nr. 463, 27.01.1951
  • Lawinen im Tessin! Nr. 466, 16.02.1951
  • Copyright: Cinémathèque Suisse/Schweizer Nationalbibliothek
  • Plattform: MEMOBASE
Bild: Die Mutter des Autors und ihre beiden Kinder wurden aus einem völlig zerstörten Haus gerettet (Screenshot).

Aussergewöhnlich intensive Schneefälle führen in den ersten Monaten 1951 gleich in mehrereren Alpenländern zu verheerenden Katastrophen. Am härtesten trifft es Österreich, wo als Folge unzähliger Lawinen 135 Menschen den Tod finden. In der Schweiz werden 96 Opfer unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. In Italien forert der weisse Tod 46 Menschenleben.
Die Schweiz wird von den Naturgewalten in zwei Wellen heimgesucht. Zwischen dem 19. und 21. Januar gehen zahlreiche Lawinen in den Kantonen Graubünden, Wallis, Uri und Glarus nieder. Die Schweizer Filmwochenschau berichtet darüber in einer Sonderausgabe (Video 1). Am gravierendsten sind die Folgen in Vals (Graubünden). Hier lösen sich am 20. Januar, kurz vor 22 Uhr, auf breiter Front mehrere Lawinen. 19 Personen, darunter 8 Kinder, sterben in den Schneemassen. In Andermatt (Uri) überleben 13 Personen die Katastrophe nicht.

Um den 10 Februar kommt es in der Schweiz erneut zu zahlreichen und folgereichen Lawinenniedergängen, diesmal vor allem im Kanton Tessin. Hier haben die Täler innerhalb von 10 Tagen zum Teil über 4 Meter Neuschnee erhalten (Video 2). Die Gotthardbahn wird auf weiten Strecken massiv verschüttet. Insgesamt sterben 16 Menschen. Allein in Airolo, wo eine gewaltige Lawine einen ganzen Dorfteil zerstört, werden 10 Verschüttete von den Suchtruppen nur noch tot geborten.
Die Katastrphen des Lawinenwinters 1951 finden in den Medien weltweit Beachtung. Das legendären US-Magazin Life widmet der Tragödie volle 8 Seiten (S.19-25).
© ff / Dezember 2018.